„Grete-Unrein-Preis“ und Schülerpreis der Jungen Liberalen wurden verliehen

Im Rahmen der Festveranstaltung, anlässlich der diesjährigen Verleihung des Grete-Unrein Ehrenamtspreises am vergangenen Wochenende, haben die Jungen Liberalen Jena-Weimar (JuLis) Kinder-, Jugend- und Elternprojekte aus dem Saale-Holzland, aus Jena und dem Eisenberger Mühltal für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Eine Jury unter Leitung des Jenaer Alt-OBs Peter Röhlinger berät und entscheidet alljährlich über die Vergabe des Preises.

„Ehrenamt soll Spaß machen. Und dass es durchaus den Leuten Freude bereitet, der Gemeinschaft zu helfen, das zeige ja auch Thüringen, wo jeder dritte Bürger sich ehrenamtlich engagiere. Als Vater von sechs Kindern spüre ich zum Beispiel ständig selbst, wie wichtig der Einsatz von Eltern an Schulen sei“, betonte der FDP-Landesvorsitzende und MdB Thomas L. Kemmrich als einer der Ehrengäste den wichtigen Charakter des Ehrenamtspreises, welchen die JuLis Jena-Weimar seit zwölf Jahren in festlicher Atmosphäre verleihen. Ort der Verleihung, die musikalisch von dem Cello-Klavier-Duo „Saitenverkehrt“ untermalt wurde, war die Aula der Grete-Unrein-Schule, die schon von Anfang an Gastgeber für die Verleihungen ist. Gegründet wurde die Schule einst vom Ehemann Grete Unreins.

In diesem Jahr wurde in der Aula der Grete-Unrein-Schule der Jugendclub in Weißenborn (Saale-Holzland), den es inzwischen schon seit 40 Jahren gibt, mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Begonnen hatte es dank einer Initiative junger Leute, die sich einfach eine eigener „Bretterbude“ bauten und ihren Treff nach einer Kinder-Serie des Westfernsehens „Emma Krempoli“ nannten. Bis heute betreiben junge Leute den Club in eigener Regie als Verein. Ebenso um junge Menschen, die sich für die gemeinscaft einsetzen, geht es auch beim 2. Preisträger. Die zur Preisverleihung fast vollständig anwesende 13. Klasse der Jenaplan-Schule aus Jena hatte sich intensiv Gedanken gemacht, wie in der stressigen Zeit vor dem Abitur mehr Freiraum für soziale Projekte möglich werden könnte. So erreichte sie gemeinsam mit den Lehrern u.a. ein zusätzliches Zeitfenster für Engagement innerhalb der Stundentafel, und zwar durch Verkürzung der Zeit einer Unterrichtseinheit von 50 Minuten auf 45 Minuten.

Mit dem Verband kinderreicher Familien, der in der Froschmühle im Eisenberger Mühltal eine Einrichtung für Kinderfreizeiten betreibt, ging der 3. Preis schließlich an einen Träger, der Elternbildung für Mehrkindfamilien und Kinder ebenso organisiert, wie Familienbildungsfahrten mit sportlichen und kulturellen Bildungsangeboten, wobei der Verein auch Familien, die mitunter 11 oder 12 Kinder haben, betreut. Die Preisgelder kamen allesamt durch Spenden der Julis zusammen.

Der inzwischne in der Region etablierte Ehrenamtspreis, zu dessen Verleihung Juli-Chef Morris Scheithauer neben Thomas L. Kemmerich auch den Jenaer Alt-OB und dem aktuellen OB Thomas Nitzsch begrüßen konnte, sei dem Fakt geschuldet, dass laut statistischen Erhebungen 50 Prozent aller jungen Leute unter 25 Jahren gesellschaftlich engagiert seien, berichtete Scheithauer. Das sei schon eine beachtliche Zahl, die zeige, dass man nicht immer nur auf „Vater Staat“warten brauche und sollte, sondern einfach im Ehrenamt vieles gemeinsam selbst anpacken kann. In das gleiche Horn stieß Ria Schröder, Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, die die Festrede hielt. Sie betonte, dass ehrenamtliches Engagement die Gesellschaft zusammenhalte und auch Dialoge schaffen können zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht gar nicht begegnen würden.

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