„Über Glaube und Fortschritt“ – Gedanken von Pastor Stefan Beyer

Stefan Beyer ist Pastor der Evangeliumsgemeinde Jena im Bund Freier evangelischer Gemeinden KdöR und zugleich Mitglied im Kreisvorstand der FDP Jena-Saale-Holzland. Er hat sich Gedanken über Glaube und Fortschritt gemacht, die man HIER in voller Länge nachvollziehen kann. Beyer sagt:

Von atheistischer Seite wird immer wieder behauptet, dass der christliche Glaube dem wissenschaftlichen Fortschritt entgegengestanden hätte. Auf diese Aussage habe ich zwei Einwände. Zum einen wird vornehmlich in der westlichen Welt ein Widerspruch zwischen Glauben und Wissenschaft gesehen. In vielen anderen Ländern, und selbst im Süden Europas, sieht man diesen Widerspruch nicht. Zum anderen haben viele Christen auch und besonders durch ihren christlichen Glauben motiviert wissenschaftliche Forschung betrieben. Dazu zählen Kopernikus, Tycho Brahe, Roger Bacon, Kepler, Galileo, Pascal, Newton, Pasteur und Gregor Mendel. Aus der heutigen Zeit ist besonders Francis Collins zu nennen, der das Humangenomprojekt leitete und dabei mitwirkte, das menschliche Erbgut zu entschlüsseln..

Grundlage und Motivation dieser christlichen Wissenschaftler war es, Gottes Schöpfungswirken besser zu verstehen. Sie waren davon überzeugt, dass sich Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung zeigt [Psalm 19,2] und dass Gott seiner Schöpfung eine gewisse Ordnung gegeben hat, die der Mensch verstehen kann [Psalm 148,6]. Je besser wir die Schöpfung verstehen, desto mehr werden wir unseren Schöpfer preisen [Psalm 149,2]. (…)

Auch heute hat man es schwer, wissenschaftliche Fördergelder zu bekommen, wenn man Thesen vertritt, die jenseits des geläufigen Paradigmas angesiedelt sind. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, eine einheitliche Weltanschauung zu brauchen, an der man oft genug keinen Zweifel zulässt. Das gilt für Christen wie für Nichtchristen.

Zwei abschließende Fragen zum Nachdenken: Welchen Grund habe ich eigentlich, den Schlussfolgerungen meines Gehirns zu trauen, wenn es sowieso nur aus zufälligen Prozessen entstanden ist und von zufälligen Prozessen gesteuert wird? Brauche ich nicht die Gewissheit, dass Gott dieser Welt eine Ordnung eingegeben hat, um rationale Wissenschaft überhaupt erst möglich zu machen?

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