„Es stand 2012 in der TLZ“: Was die Presse damals über Thomas Nitzsche schrieb…

Das Logo der Zeitung Thüringische LandeszeitungAls Dr. Thomas Nitzsche 2012 erstmals antrat, um Oberbürgermeister der Stadt Jena zu werden (damals noch mit Schlips!) und dabei mit nur 945 Stimmen den letzten Platz belegte, berichtete die Thüringische Landeszeitung über den Kandidaten. Redakteur Thomas Stridde schrieb damals vor der OB-Wahl unter anderem:

Es hat ganz den Anschein: Thomas Nitzsche hält auf seiner Lebensreise hart Kurs, aber nicht immer nur in derselben Richtung. Einige Kurskorrekturen mögen gar radikal anmuten, etwa beim Musikkonsum-Geschmack: einstmals einzig Techno samt Teilnahme an der „Love-Parade“ in Berlin 1994, wo er wegen Unterzuckerung umkippte − und im „direkten Anschluss“ an Techno die klassische Musik. Oder Nitzsches Schulzeit: 1975 in Zeulenroda geboren, kam das aus einer Ingenieursfamilie stammende „Scheidungskind“ (O-Ton Nitzsche) mit 14 ans Jenaer Mathe-Physik-Spezialgymnasium „Carl Zeiss“.
Schließlich habe man ihm nachgesagt, sich die schriftliche Multiplikation im Kindergarten beigebracht zu haben. (…)

Doch packten ihn – obwohl „deutlich im obersten Leistungsdrittel“ − in der Gymnasialzeit nach dem Besuch bei Grundlagenforschern am Fraunhofer Institut Zweifel, dass der Reiz der Naturwissenschaften fürs ganze Leben ausreichen würde. Da habe wohl seine Englisch-Lehrerin Anteil gehabt, sagt Nitzsche, die in ihm besonderes Sprachen-Interesse weckte. „Ich war kein Sprach-Genie, aber ein guter Handwerker.“ Deshalb also selbstauferlegte Kraftakte wie die Übersetzung des Horror- Klassikers „Es“ von Stephen King aus dem Englischen ins Deutsche. (…)

Heute hat er den Vorsitz des Jugendhilfe-, des Schulentwicklungs- und des Kita-Unterausschusses inne. „Ich trag es nicht wie eine Monstranz vor mir her; aber das sind nicht die Felder, die man mit der FDP verbindet.“ Dass ihm diese Vorsitz- Rollen zufielen, sieht er als Beweis: „Man kann gut mit mir über Fraktionsgrenzen hinweg.“ Er orientiere sich da am Stil des Stadtentwicklungsausschuss- Vorsitzenden Reinhard Wöckel (Linke), er sehe sich auch „als der Moderierende“. (…)

Und wie ist das mit der Favoriten- Rolle von Amtsinhaber Albrecht Schröter (SPD)? − „Das hat mitunter schon einen Hauch selbsterfüllende Prophezeiung. Aber er ist kein unüberwindlicher Kandidat.“ Mitunter würden Leute ihre Schröter- Meinung ändern, „die nicht am Gespräch unter zwei Minuten festhalten“. Nitzsche pflegt also lieber das Bild des Herrn Turtur aus der „Jim Knopf“-Geschichte: „Ein Scheinriese. Je weiter man von ihm wegkommt, je größer wird er. Und alle haben Angst vor ihm.“

Lesen Sie HIER den gesamten Artikel!

Hinweis: Veröffentlicht am 18.02.2012 in der Thüringischen Landeszeitung / Lokalausgabe Jena und in Auszügen hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung der Mediengruppe Thüringen!

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