„Die TA berichtet“: Das liberale Wunder von Jena

Das Logo der Zeitung Thüringer AllgemeineDer mit dem „Journalistenpreis Thüringen“ ausgezeichneter Reporter Martin Debes – bekannt für seine kritischen Berichte, detaillierten Analysen und meinungsstarken Kommentare – schreibt für die Zeitung Thüringer Allgemeine zur Wahl von Dr. Thomas Nitzsche zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Jena unter anderem:

Thomas Nitzsche sitzt am Sonntagabend in einem Restaurant am Jenaer Marktplatz, das die Partei für die Wahlparty angemietet hat. „Ich kann es immer noch nicht ganz glauben“, sagt er. Klar habe er darauf gehofft, die Wahl zu gewinnen. Aber dass der Sieg derart deutlich ausfiel: „Davon habe ich nicht einmal geträumt.“ (…)

Nitzsche studierte in Jena Politikwissenschaft, promovierte auch dort und arbeitete danach in der Universitätsbibliothek. Parallel dazu, so kann man das wohl sagen, studierte er noch das Fach Lokalpolitik, und dies ganz praktisch. Er war Kreischef der Jungen Liberalen, dann der FDP, seit 2009 sitzt er im Stadtrat. 2012 kandidierte er dann das erste Mal gegen Schröter für den Oberbürgermeisterposten. Er kam mit 2,4 Prozent auf den letzten Platz.

Es war die Zeit, als die gesamte FDP in den Abgrund schaute. 2013 flog sie aus dem Bundestag, 2014 aus dem Landtag. Doch danach begann die Arbeit an der Rückkehr, auch in Jena. Nitzsche engagierte sich noch stärker im Stadtrat, leitete Ausschüsse, betreute Themen wie Schule, Kindergärten, Verkehr, Stadtentwicklung. Der Fleiß zahlte sich aus, als Nitzsche es bei der Wahl in diesem Jahr wieder versuchte. Er sprach die richtigen Probleme an, und er wusste darüber mindestens so gut Bescheid wie der Oberbürgermeister. (…)

Außerdem war da das, was draußen, auf dem Markt, ein Mann so formuliert: „Die Wechselstimmung war da.“ Der Mann heißt Peter Röhlinger, er amtierte von 1990 bis 2006 für die FDP Oberbürgermeister von Jena. Er habe, sagt er, diese Stimmung überall gespürt, in der Straßenbahn, in der Gaststätte und beim Treffen mit Unternehmern. „Die Wirtschaft hatte so die Schnauze voll, dass nichts entschieden wird.“ (…)

Lesen Sie HIER den gesamten Artikel!

Hinweis: Veröffentlicht am 01.05.2018 in der Zeitung Thüringischer Allgemeine und in Auszügen hier wiedergegeben inklusive des Fotos von Thorsten Büker mit freundlicher Genehmigung der Mediengruppe Thüringen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s