Dass der Amtsinhaber auf dem Stichwahl-Stimmzettel an erster Stelle steht…

…und Dr. Thomas Nitzsche darunter, obwohl Dr. Albrecht Schröter im ersten Wahlgang weit weniger Stimmen erhielt als sein Herausforderer, ist keine Bevorzugung des amtierenden Jenaer OBs sondern per Gesetz vorgeschrieben.

Viele Jenaer Bürgerinnen und Bürger haben uns in den letzten Tagen darauf aufmerksam gemacht und wir haben bei der Stadt Jena nachgefragt:

In Thüringen hat alles seine Ordnung, auch der Aufbau von Stimmzetteln. Bei der Platzierung von OB-Kandidaten auf dem Stimmzettel geht es allein um die Stimmenanzahl, die die Partei des Bewerbers um das Amt des OBs bei der letzten Wahl vor der jetzigen OB-Wahl erhalten hatte. Sowohl die SPD als auch Dr. Albrecht Schröter hatten hierbei seinerzeit mehr Wählerstimmen auf sich vereint als die Freien Demokraten bzw. Dr. Thomas Nitzsche.

Stichwahl Jena 2018 Stimmzettel

Heißt: Obwohl Thomas Nitzsche vorletzten Sonntag rund 1.000 Wählerstimmen mehr für sich verbuchen konnte als der Amtsinhaber, steht dieser in der Rangfolge nun vor ihm. Egal, ob der Herausforderer von Albrecht Schröter – wie geschehen – sein Wahlergebnis von 2012 mehr als Verzehnfachen konnte und Schröter gegenüber der ersten Runde der OB Wahl vor sechs Jahren 8.118 Stimmen verlor.

Allerdings dürfen jede Wählerin und jeder Wähler am Sonntag ihr Kreuz selbstverständlich dort machen, wo sie am Ende auch etwas davon haben!

Ihr Team Nitzsche

Ein Gedanke zu „Dass der Amtsinhaber auf dem Stichwahl-Stimmzettel an erster Stelle steht…“

  1. Gesetzlich vorgeschrieben

    In der Stichwahl am 6. Mai 2012 wurde Prof. Dr. Dietmar Schuchardt (CDU) wurde vor Amtsinhaber Dr. Albrecht Schröter (SPD) gelistet.

    Mandatsverteilung im Thüringer Landtag
    Derzeit ist SPD im Landtag vertreten, FDP hingegen nicht.
    Obwohl FDP vor SPD und Nitzsche vor Schröter im Alphabet stehen.

    Wären Benjamin Koppe (CDU) und Denny Jankowski (AfD) in der Stichwahl würde der Kandidat der CDU an erster Stelle genannt werden.Derzeit hat die Fraktion der CDU mehr Mandate im Landtag als die Fraktion der AfD. Alphabetische Reihenfolge scheidet aus.

    Das erklärt auch weshalb die Kandidatinnen und Kandidaten am 15. April in der bekannten Reihenfolge benannt wurden.

    Mandatsverteilung im Thüringer Landtag in absteigender Reihenfolge (Linke vor AfD)
    Alphbetisch aufsteigende Reihenfolge im Kennwort der Partei (FDP vor PIRATEN)
    Chronologischer Eingang der Kandidaturbewerbung bei Parteilosen (Sandro Dreßler hat seine Unterlagen vor Arne Petrich eingereicht)

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