Thomas Nitzsche im OTZ-Kandidatencheck (Teil 1)

Das Logo der Ostthüringer ZeitungKandidatencheck der Ostthüringer Zeitung

Name: Dr. Thomas Nitzsche /// Alter: 42 /// Beruf: Fachreferent /// Familienstand: verheiratet /// Kinder: zwei (12 und 9 Jahre alt) /// Lieblingsort (in Jena): Die Sitzbänke am Landgrafen /// Lieblingsbuch: Schon immer und gerade jetzt „Politik als Beruf“ von Max Weber /// Lieblingsplatte: (jenseits der klassischen Musik zurzeit) Sia mit „This is acting“

Er hat längst nicht mehr das Außenseitergefühl wie vor sechs Jahren, als der Kandidat Thomas Nitzsche nichts mit dem Ausgang der OB-Wahl zu tun hatte. „Ich habe das Gefühl, dass viele in der Wahlkabine sich sagen werden: Es reicht!“ Ob es aber am Ende reichen wird? Nitzsche ist optimistisch. Und er verweist auf den immerhin 16 Jahre lang Jena regierenden OB Peter Röhlinger. „Den haben nur ganz wenige wegen seiner FDP-Mitgliedschaft gewählt, sondern wegen seiner überparteilichen Sachkompetenz“, sagt Nitzsche. Und das nimmt er auch für sich in Anspruch und setzt noch eins drauf: „Ich kann für mich sagen, dass ich komplett ideologiefrei bin“, bekräftigt der 42-Jährige, der sich vor allem auf den kommunalpolitischen Gebieten von Verkehrs-, Schul- und Verwaltungspolitik durchaus einen respektierten Namen gemacht hat.

Dass er eines Tages in die Politik gehen würde, das habe sich erst recht spät entschieden, erzählt der Kandidat. In Zeulenroda geboren, dort zur Schule gegangen, kam er im Jahr 1991 nach Jena, weil er hier Internatsschüler im Carl-Zeiss-Gymnasium wurde. Und von dort sollte es eigentlich für den Physik-Fan in Richtung Naturwissenschaftsstudium weitergehen. Doch dann hatte er eine gute Englischlehrerin. Und ein USA-Aufenthalt ließ ihn dann doch Anglistik mit Nebenfach Politikwissenschaft an der Jenaer Universität studieren. Wirtschaftskommunikation und Romanistik kamen auch noch hinzu – und natürlich dann schließlich Politik im Hauptfach, wo er auch dank eines Stipendiums der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung promovierte. Thema der Doktorarbeit: der spanische Politiker Salvador de Madariaga (1886-1978) – übrigens ein Liberaler. Als dann auch noch eine Diskussionsrunde mit den Jungen Liberalen (Julis) hinzu kam, fand er den Weg in die FDP.

Eichplatz braucht zwei Park-Etagen

Doch die Themen des Stadtrats Nitzsche lassen sich nicht in die Schubladen einer Partei hineinschieben. Als eine seiner Spezialstrecken lässt sich schon die Verkehrspolitik ausmachen. Seit Jahren ringt er um Lösungen, um eine lebenswerte Innenstadt zu vereinen mit guter verkehrstechnischer Anbindung. „Um eine belebte City zu haben, müssen natürlich die Menschen irgendwie dorthin kommen, also auch mit dem Auto. Das heißt, es sollte einen innerstädtischen Ring geben, von dem man aus in unterirdische Parkflächen des Zentrums abbiegen kann.“

So bedauert es Nitzsche sehr, dass die Chance für einen unterirdischen Parkplatzbau am Inselplatz vertan worden sei, weil sich die Stadt offenbar vom Fördermittelgeber erpressen lassen habe. Diesen Fehler sollte man bei der Bebauung des Eichplatzes nicht wiederholen. Er habe mittlerweile von zwei potenziellen Investoren gehört, dass für sie nur eine Bebauung in Frage komme, wenn wenigstens zwei Park-Etagen unterirdisch entstehen würden.

Das alles greife für den OB-Kandidaten natürlich eng ineinander mit der Notwendigkeit, die Infrastruktur der Stadt auszubauen. Um das Zentrum zu entlasten, müsste man wenigstens den Bau einer kleinen Westumgehungsstraße ins Auge fassen, also über das Gelände des alten Klinikums in der Bachstraße. Ebenso sei der Ausbau der Straße Am Eisenbahndamm bitter nötig. Und die Stadtrodaer Straße müsste ihrem alten Zweck – nämlich den einer Schnellstraße – wieder gerecht werden.

Das bedeute: Die Ampeln sollten abgebaut werden, und für Wöllnitz könnten Ein- und Ausfahrspuren eingerichtet werden. Und letztlich müsse der überfällige Ausbau der Wiesenstraße endlich kommen. Erst wenn sie fertig ist und künftig die Bundesstraße 88 aufgenommen habe, sollte mit dem letzten Bauabschnitt für die Straßenbahn ins Himmelreich begonnen werden, damit während des Baugeschehens ein Verkehrschaos am nördlichen Ortseingang vermieden werden könne. Die Stadt sollte im Interesse einer gut funktionierenden In­frastruktur den Bau manch wichtiger Straße auch ohne Fördermittel anpacken. So ließen sich Staus dann auch zu Zeiten des Berufsverkehrs vermeiden.

– FORTSETZUNG FOLGT! –

Lesen Sie HIER den gesamten Artikel!

Hinweis: Veröffentlicht am 14.03.2018 in der Ostthüringer Zeitung / Lokalausgabe Jena und in Auszügen hier wiedergegeben inkl. des Fotos von Michael Groß mit freundlicher Genehmigung der Mediengruppe Thüringen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s